Countdown für Berlin – noch 14 Stunden

image879742869.jpgNach dem ersten Tag in Berlin – Platte Füsse vom Sightseeing. Dabei sollten wir uns doch schonen.
Morgen wird es warm. Gut, dass wir *nicht* auf Bestzeit aus sind. Das wäre bei 25 Grad auch nicht ratsam.

Wir sind bereit!


Countdown für Berlin – Packtag

Morgen früh geht der Flieger. Heute ist also Packtag. So langsam sammelt sich alles mögliche auf dem Packtisch. Dort kommt alles hin, was auf jeden Fall mit muss. Was jetzt noch nicht darauf kommt wird auf kleinen gelben Notizzetteln verewigt.

Die Bordkarten sind gedruckt, dank Web-Checkin. Morgen muss nur noch der Koffer aufgegeben werden.

Das Programm heute ist ziemlich voll. Jetzt nur nicht mehr bei der Tochter mit der Erkältung anstecken lassen. Einkaufen für die große Nachwuchs-Fete am Wochenende. Abends den Stargast am Bahnhof abholen. Kanariengelbes, Köln-erprobtes Lieblingslaufshirt waschen und vorbereiten. Den Championchip nicht vergessen.

Den Nachbarn bei seinem PC-Problem helfen, ihn bitten, die Berichterstattung am Sonntag auf rbb aufzunehmen und auf DVD zu bannen.

Hab’ ich was vergessen?


Donnerstag

image1596684740.jpgEine Fussmatte für jeden Wochentag. Irgendwie dekadent, oder? Man könnte es aber auch Dienst am Kunden nennen.
Allerdings kann ich nicht bestätigen, dass täglich auch pünktlich um Mitternacht gewechselt wird. Nachtschwärmer sollten also aufpassen.


Countdown für Berlin – nur noch 4

Heute abend werde ich zum definitiv letzten Mal vor dem Marathon am Sonntag meine Laufschuhe schnüren. Lockeres Beine ausschütteln über ca. 3 km steht an. Ganz langsam, keine Eile. Nur bewegen. Meine Rückenschmerzen haben sich fast komplett verabschiedet. Passt also auch.

Das iFöhn ist geladen, diverse Reiseführer und Nahverkehrsapps sind drauf. Also steht dem verlängerten Wochenende nichts mehr im Wege.

Noch ein Hinweis an potentielle Einbrecher:

Das Haus ist mitnichten am Wochenende verwaist. Zum einen gibt es nichts zu holen (wer was findet => machen wir halbe/halbe?). Zum anderen freut sich der Nachwuchs über das sturmfreie Wochenende und veranstaltet eine ausgedehnte, rauschende Geburtstagsparty. Die Hütte ist also voller denn je.


Rette Deine Freiheit

Anschauen. Jetzt. Los!


Das wäre einfach …

… traumhaft.

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Countdown für Berlin – Noch eine Woche

Heute in einer Woche bin ich auf der Piste. HOFFENTLICH!

Seit Ende der Woche plagen mich meine üblichen Rückenschmerzen. Ich hoffe, das lässt sich in den Griff kriegen, notfalls mit Pieks vom Onkel Doc. Gefällt mir gar nicht. Muss sowas eigentlich immer zum blödesten aller Zeitpunkte auftreten?

Aber gut, think positive. Wird schon schiefgehen. Heute Nachmittag teste ich das mal beim wöchentlichen Abschlusstraining mit A. Drückt mir die Daumen!


Countdown für Berlin – Noch 10 Tage

Der Countdown hat begonnen. Wie erwartet ist es verdammt schwierig, das Trainingspensum herunterzuschrauben, ohne ein fies schlechtes Gewissen zu bekommen. Aber das kenne ich ja schon von meinen beiden vorherigen Marathonvorbereitungen.

Trotzdem denkt man jedes Mal aufs neue: Reicht mein Training? Wenn ich jetzt nachlasse, schaffe ich die Strecke nie. Ich muss noch öfter und länger laufen vor dem großen Tag.

Aber: Nein, ist alles schon ganz genau so, wie es sein sollte. Zu meiner eigenen Beruhigung hier noch einmal zum Vergleich das Laufpensum der letzten Wochen. In Klammern dahinter die Summen aus dem Vorjahr, vor dem Köln Marathon 2008.

36 (46) – 26 (48) – 50 (52) – 48 (36) – 53 (35) – 42 (45) – 58 (51) – 31 (24) – 14+?? ( 21) – ?? ( 12) – M-Day

Bis auf den Anfang der Serie habe ich dieses Jahr sogar mehr Kilometer in den letzten Wochen der Vorbereitung abgespult. Also – ruuuhig Brauner. Alles auf grün. Und weiter piano angehen lassen. Viel trinken, mäßig essen. Dann klappt’s auch mit dem Finishen.

Echt nur noch 10 Tage?


A Day in the Life

6:20 Uhr – Wecker klingelt, aufstehen. Laufen (oder auch nicht)

7:00 Uhr – Ankunft im Büro, arbeiten

7:30 Uhr – Cafeteria macht auf, Kaffee, Brötchen

11:30 Uhr – Mittagessen, entweder Kantine oder Thai, Italiener, Mongole, Subways, … mit dem Team

12:00 Uhr – arbeiten

zw. 18:30 Uhr/19:45 Uhr – Feierabend (manchmal auch 22:30 Uhr, dann Pizza und Projektplanung)

18:45 Uhr – 20:00 Uhr – Laufen, falls nicht morgens getan und falls im Trainingsplan

20:30 Uhr -  Spaziergang zum Discounter (hat bis 22 Uhr geöffnet), Essen kaufen

oder evtl. noch in der Stubb’ Schnitzelabend (unregelmässig) oder “Teamevent”

alternativ – Hotel, zocken, TV

23:30 Uhr – schlafen

Rinse and repeat.


Das Internet-Manifest – Journalismus in Zeiten des Internet

Internetfeindlichkeit begegnet uns derzeit in vielen Facetten. Instrumentalisiert durch die Politik, die eine Machtbasis zu verlieren droht, sich einem unkontrollierbaren Medium gegenüber sieht, das sie nicht unter Kontrolle hat. Aber auch durch den Journalismus, aus der Fraktion des bedruckten Papiers, der versucht, mit verzweifelter Stimmungsmache verlorene Pfründe noch so lange wie möglich zu sichern.

Dem entgegen steht nun das Internet-Manifest, entstanden durch (sic!) Vernetzung einiger schlauer Köpfe im Netz. Das Manifest ist gedacht zur Weiterverbreitung und Diskussion und steht unter CC-BY-Lizenz.

—schnipp—

1. Das Internet ist anders.

Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln – das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.

2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.

Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt – zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.

3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.

Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.

4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.

Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.

5. Das Internet ist der Sieg der Information.

Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.

6. Das Internet verändert verbessert den Journalismus.

Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.

7. Das Netz verlangt Vernetzung.

Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.

8. Links lohnen, Zitate zieren.

Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.

9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.

Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.

10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.

Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.

11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.

Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen – sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.

Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren

13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.

Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.

14. Das Internet kennt viele Währungen.

Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.

15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.

Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.

16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.

Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.

17. Alle für alle.

Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die “Generation Wikipedia” weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte – und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.

Internet, 07.09.2009


Oh yeah

The moon… beautiful

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Nur noch 17 Tage?

Das geht immer schneller. Nun sind es nur noch gut zwei Wochen bis zum Start.

Am Sonntag stand der letzte lange Lauf an. A. und ich liefen um 7 Uhr früh los, diesmal eine ganz neue Strecke. Aber die hatte es so richtig in sich. Wieso? Naja, das zeigt das Höhenprofil der 30 Kilometer doch ganz deutlich:

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Besonders der – auf dem Bild – unscheinbare Anstieg zwischen km 20 und km 22.5 hat uns ziemlich in die Pfanne gehauen. Danach haben wir uns eigentlich nur auf das Ende des Laufs gefreut.

Trotzdem haben wir die Pflicht unserer Vorbereitung damit erfüllt:

3 lange Läufe (28, 30, 30) über 3 h (3:08, 3:10, 3:12) in den 3 Monaten vor dem Marathon (Ende Juni, Ende Juli, Ende August). Mission erfüllt.

Am Abend des Laufes hat es mich dann dummerweise noch ziemlich umgehauen. 39 Grad Fieber und Schüttelfrost. Seit Dienstag bin ich aber wieder fieberfrei und heute abend plane ich noch einen lockeren Lauf an der Nidda zu machen.

Wochenziel für diese Woche: 35-40km. Wochenziel für nächste Woche: 30km. Die Woche vor dem Wettkampf lasse ich dann extrem ruhig angehen und denke, das werden maximal 25 Kilometer. Dafür wird dann die Wasserflasche mein ständiger Begleiter. Genug Reserven für den Sonntag aufbauen.

So langsam fängt es an zu kribbeln …