Es ist unglaublich
Einfach mal kommentarlos ein paar Links und … Frohe Ostern
Wikileaks gesperrt?, Netzpolitik zu Wikileaks
Internetzzensur, nicht nur in China
Was haben letztes Jahr zur Olympiade alle geschrien:
“Wir wollen freies Internet.”
"Es darf nicht zensiert werden”
“Es ist ein Skandal, was China hier tut.”
“Die sind alle ganz böse.”
Und was passiert jetzt hier in Good Old Germany? Deckmantelpolitik.
Ich zitierte mal unseren Alt-Bundespräsidenten Gustav Heinemann
“Wer mit dem Zeigefinger allgemeiner Vorwürfe auf den oder die vermeintlichen Anstifter oder Drahtzieher zeigt, sollte bedenken, dass in der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger zugleich drei andere Finger auf ihn selbst zurückweisen.”
Laufupdate – #projekt42-03
Nachdem es hier sehr lange ruhig ums Laufen war, endlich mal wieder ein Update.
Der März war ein sehr guter Monat. 168 Kilometer, so viel wie fast seit 12 Monaten nicht mehr. Ausnahme bildet der August 2008 mit den zwei langen Vorbereitungsläufen für den Marathon Köln.
Was aber noch viel wichtiger ist: Laufen macht wieder Spass!
Das liegt vor allem an der Tatsache, dass wir (Laufpartner A. und ich) es langsamer angehen lassen. Vorbei die Zeit, als um den Minutenschnitt gekämpft wurde und zum Schluss nur noch Krampf herauskam. Wir laufen wieder locker und stetig, im Pulsbereich 70-75% der maximalen Herzfrequenz ein Tempo von etwa 6:00 bis 6:30 min/km. Dies ist voll im sogenannten aeroben Bereich, in dem immer ausreichend Sauerstoff im Körper vorhanden ist, um keine Sauerstoffschuld zu verursachen (anaerober Bereich). Der Körper greift in diesem Stadium zur Leistungserbringung nicht auf kurzfristig verfügbare Reserven aus den Kohlehydratspeichern zurück, sondern es wird die Fettverbrennung optimiert und die Ausdauer optimal trainiert.
Dies ist natürlich kein Training, um 10 Kilometer Bestleistungen zu laufen, aber ideal für die Langstrecke. Ich zitiere sinngemäß aus dem Laufbuch von Herbert Steffny:
Dies ist der Bereich, in dem auch die Weltklasse-Langstreckenläufer ihre meisten Laufkilometer absolvieren.
Dieses Zitat hat mir dann endlich das vor Augen geführt, was ich eigentlich schon immer wusste, es aber nie eingestehen wollte: Wir waren immer viel zu schnell. Alle Effekte geben uns Recht. Wir fühlen uns nach dem Training erschöpft und erfrischt zugleich, während des Laufens kann man sich wieder normal unterhalten und das Gehirn wird ausreichend mit Sauerstoff geflutet. Das merke ich daran, dass das “Abschalten” und “Kopf freikriegen” wieder optimaler funktioniert. Das neudeutsch “Flow” genannte Stadium wird endlich wieder erreicht. Willkommen zurück, alter Freund :-)
Nun sind es noch knapp 6 Monate bis zum Berlin Marathon. Die Vorbereitung hat begonnen.
Frühlingsputz bei ExtraFilm
Jetzt: Frühlingsputz für alle Computer, Kameras und Handys
Wenn die Foto-Ablage auf der Festplatte immer unübersichtlicher wird, das Handy langsamer arbeitet und die Kamera bis zum Rand gefüllt ist, dann wird’s Zeit für einen ordentlichen Frühjahrsputz durch die gespeicherten Digital-Fotos. Doch wer löscht schon gerne seine Lieblingsfotos vom letzten Ausflug oder den Ferien in den Bergen? Niemand! Deswegen heisst das Motto: Entwickeln und geniessen statt Fotos löschen oder auf der Festplatte verstauben lassen.
Damit das „Putzen“ richtig Spass macht, hat das Fotoversand-Unternehmen ExtraFilm als Frühjahrs-Aktion die Preise für Fotoabzüge, Vergrösserungen und Poster gesenkt. Schliesslich zeigen sich die schönsten Bilder immer noch am besten auf hochwertigem Fotopapier. Wer die grosse Aufräum-Aktion angehen will, kann sich über eine Preissenkung von bis zu 65 % freuen. So kostet ein Fotoabzug im Format 9 cm nur 0,06 Euro und eine Vergrösserung auf 20 cm 0,79 Euro statt 2,29 Euro. Für die besten Erlebnisse in XXL kann jeder Fotoliebhaber sein persönliches Poster im Format 50×75 cm schon für 14,99 Euro erwerben.
„Wir bedienen hiermit die Nachfrage der Kunden“, erklärt René Baumann, Marktleiter von ExtraFilm. „Digitale Fotos zu entwickeln ist bei den Konsumenten gerade in der Zeit Frühjahr bis Sommer ein Thema. Dies zeigen auch die Nachfragevolumen bei den Internet-Suchmaschinen “, so Baumann. Neben den attraktiven Preisen ist der Frühjahrsputz bei ExtraFilm auch absolut einfach: Die ausgesuchten Aufnahmen sind mit wenigen Klicks unter www.extrafilm.de hochgeladen. Fotoabzüge können natürlich nicht nur in den Standard-Formaten entwickelt werden, sondern der Kunde kann Vergrösserungen bis 30 cm und Poster im XXL-Format auswählen. Die Menüführung ist kinderleicht und die Bestellung in ein paar Minuten abgeschlossen. Mit einfachen Bearbeitungsfunktionen, wie zum Beispiel die Rote-Augen-Korrektur können die Bilder nach Belieben bearbeitet werden. Ausserdem garantiert die automatische Bildoptimierung eine Bilderqualität wie vom Profi. Alle Abzüge werden dann auf hochwertigem Fuji-Fotopapier gedruckt. Abzüge können ohne Aufpreis auf Wunsch mit weissen Rahmen bestellt werden.
Wer noch mehr aus seinen Bildern machen will, findet auf der Internetseite von ExtraFilm jede Menge Ideen: Fotogeschenke mit eigenen Bildern und Texten, Fotocollagen für die besten Bilder auf einen Blick, Foto-Leinwände für die perfekte Inneneinrichtung und vieles mehr. Mit der neuen kostenlosen Bestellsoftware DESIGNER können acht verschiedene Fotobücher und eine Foto-Agenda gestaltet werden. So macht putzen richtig Spass.
Über Extra Film:
Die ExtraFilm AG ist seit 1995 auf dem Markt tätig und innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten im Versandhandel tätigen Fotolabore avanciert. Als ein Tochterunternehmen der Spector Photo Group, hat ExtraFilm als erfolgreiche nationale Marke einen starken internationalen Hintergrund. ExtraFilm bietet auf der Webseite www.extrafilm.de einen digitalen Online-Fotoentwicklungsservice an. Digitalfotos können nicht nur als einfache Abzüge auf Fotopapier, sondern zum Beispiel auch als personalisierte Fotogrusskarten, Foto-Kalender und Foto-Geschenkartikel, Foto-Leinwand oder als Fotobuch bestellt oder gratis in Online-Fotoalben organisiert werden. Für die Gestaltung von persönlichen Fotoalben steht die Gratis-Bestellsoftware DESIGNER zum Download bereit. Die Bestellung kann dann per Post auf selbst gebrannten CDs/DVDs oder via Internet-Upload getätigt werden.
Vorbei – April April
2.5 Jahre bloggen sind genug.
Spontaner Entschluss, spontane Aktion. Heute abend wird das Blog gelöscht und die Domain aufgelöst. Sorry Filmrätsler, die Stöckchenliste wandert dann auch ins Nirvana.
War schön mit Euch, aber ich habe keine Lust mehr.
So long and thanks for all the fish.
(tnx Doug)
“Killerspiel”-Debatte: Offener Brief an Medien, Politik und Eltern
(Hinweis: Dieser Beitrag ist ursprünglich von Deef Pirmasens und erschien in dessen Blog Gefühlskonserve.de. Er bittet alle kritischen Videospielfans, diesen Text als Vorlage zu nehmen und ihn (gerne angepasst) als offenen Brief auf Blogs oder Twitter weiterzuveröffentlichen, damit die öffentliche Verunglimpfung von Spielern eingedämmt wird und der mediale wie politische Irrsinn zum Thema Killerspiele ein Ende nimmt.
Ich verbreite ihn hier nahezu unverändert, da meiner Ansicht nach sehr gut getroffen wurde, was der momentanen Diskussion um die bösen Killerspiele fehlt. Nehmt Euch die Zeit, ihn durchzulesen und setzt Euch mit dem Thema kritisch auseinander. )
Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich des Leids, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.
Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.
Sind Menschen Pawlowsche Hunde?
Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.
Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.
Journalistische Sorgfaltspflicht
Bei genauem Hinsehen werden Sie, verehrte Journalisten, feststellen, dass es eine breite Palette an Psychologen, Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftlern gibt, die nicht durch die Talkshows tingelt, keine lauten Verbotsschreie von sich gibt, sondern zur Differenzierung auffordert. Die journalistische Sorgfaltspflicht gebietet Ihnen ihre Recherche vorurteilsfrei und ergebnisoffen zu gestalten und in Konflikten beide Seiten darzustellen. Berichten Sie über die Erkenntnisse der Medienforschung, statt pauschal vorzuverurteilen. Warum erwähnen Sie überhaupt , dass der Massenmörder von Winnenden auch Computerspiele auf seinem Rechner hatte, wenn nicht bewiesen wurde, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalttaten besteht?
Möglicherweise haben Sie das Gefühl, die negative Wirkung von Videospielen liege auf der Hand, weil viele jugendliche Attentäter gewalthaltige Games besaßen. Wenn sie annehmen, hier bestünde ein einwandfreier Kausalzusammenhang, dann ignorieren Sie, dass Millionen Menschen sich mit derartigen Medien beschäftigen und ein friedliches Leben führen. Die Schlussfolgerung, die Sie mit einem Satz wie “alle Attentäter beschäftigten sich mit Gewaltspielen” ihren Lesern/Hörern/Zuschauern aufnötigen, folgt der gleichen Pseudo-Kausalität, wie die Aussage “Alle Attentäter sahen gerne fern” oder “Alle Attentäter aßen gerne Kartoffeln”. Macht das Sinn, verehrte Journalisten?
Politikverdrossenheit durch Ignoranz und Populismus
Wir Videospiel-Fans appellieren an Politiker, reflexhafte Verbotsschreie nach Attentaten einzustellen. In Bierzelten mag das Applaus bringen, aber Sie machen sich bei den Millionen von wahlberechtigten Menschen, die sich besser mit Spielen auskennen als Sie, lächerlich. Ihre Erklärungsversuche und Schuldzuweisungen strotzen vor Ignoranz und Populismus. Sie schüren so – gerade bei jungen Leuten – die Politikverdrossenheit und Sie treiben Menschen, die noch wählen gehen, zu anderen Parteien.
Aus unserem Leben sind Medien nicht mehr wegzudenken. Warum haben wir immer noch keine regelmäßige Medienerziehung in den Schulen? Warum wird so wenig für die Aufklärung von Eltern bezüglich Medienwirkungsweisen und Medieninhalten getan? Warum wird zugelassen, dass unser Schulsystem aussortiert und frustriert und so eine hohe Zahl von Schulversagern produziert? Wie kann es sein, dass die einzige Anerkennung, die einzigen Erfolgserlebnisse, die manche Jungs erfahren aus Videospielen kommt? Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung in den Schulen und wir müssen uns bewusst werden, welche Verantwortung Eltern hinsichtlich des Medienkonsums ihrer Kinder haben. Hier sind Sie gefragt, verehrte Politiker.
Nachhaltige Politik nimmt die Eltern in die Pflicht
Wir haben eines der restriktivsten Jugendschutzgesetze der Welt in Deutschland und das ist auch gut so. Wenn dennoch Spiele, die nicht für Kinder bestimmt sind, von Kindern gespielt werden, woran liegt das dann? Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihre Kinder gut ernährt, gekleidet, erzogen werden. Wenn sie ihre Kinder verwahrlosen lassen, ist das ein Fall fürs Jugendamt. Wenn aber Kinder stundenlang vorm Fernseher oder dem Computer sich mit Inhalten beschäftigen, die nicht für sie gemacht sind, wenn diese Kinder also medial verwahrlosen, wieso ignoriert man dann die Verantwortung der Eltern und ruft nach Verboten für Videospielen? Nachhaltige Politik, die nicht nur auf schnelle Aufmerksamkeit abzielt, schaut auf die Ursachen, nicht auf die Symptome und nimmt die Eltern in die Pflicht.
Wir Videospiel-Fans appellieren an Eltern sich mit ihren Kindern und den Medien, die sie begeistern, auseinander zusetzen. Wenn Sie ihren Kindern schon Fernseher, Spielkonsolen oder Computer ins Zimmer stellen, sollten sie auch wissen, was damit gemacht wird. Sie werden feststellen, dass viele Spiele wunderbare Geschichten erzählen, die begeistern und berühren. Sie werden feststellen, dass viele Spiele völlig friedlich sind. Sie werden feststellen, dass Spiele, in denen Gewalt vorkommt, Brutalität nicht um der Gewalt willen eingesetzt wird, sondern als Handlungsaspekt einer Geschichte oder im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs mit Teamcharakter.
Wenn ihr Kind aber auch Spiele besitzt, die erst ab 18 freigegeben oder gar indiziert wurden, so passiert das maßgeblich deshalb, weil Sie als Vater oder Mutter keinen oder zu wenig Überblick haben, was Ihr Kind eigentlich macht. Schauen Sie hin, haben sie Interesse und haben Sie den Mut Ihren Kindern Spiele, die nicht für Kinder gemacht wurden, wegzunehmen und zu verbieten. Die Verantwortung für ihre Kinder kann ihnen niemand abnehmen, nicht der Gesetzgeber und kein Zensor.
Gewaltverherrlichende Spiele sind bereits verboten in Deutschland
Es gibt in Deutschland komplexe, mehrstufige Restriktionen für Gewaltinhalte. Komplett verboten ist schon lange die Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt (§ 131 StGb). Spiele oder andere Medien, auf die das nicht zutrifft, die aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden, werden von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert (§ 18 JuSchG) und dürfen nicht beworben oder offen verkauft werden. Spielezeitschriften dürfen nicht mal Rezensionen mit den Namen von indizierten Spielen drucken. Zu kaufen sind sie nur für Erwachsene, die im Laden gezielt danach fragen, weil indizierte Spiele nicht offen in Geschäften ausliegen dürfen.
Spiele oder andere Medien, die nicht kinder- oder jugendgefährdend aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, dürfen nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden (§ 14 JuSchG). Sie werden je nach Inhalt von der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, freigegeben ab 6, 12, 16 Jahren oder erhalten gar keine Jugendfreigabe (= Verkauf ab 18). Diese Spiele enthalten eine Kennzeichnung und dürfen normal beworben und in Geschäften präsentiert werden. Politiker, Journalisten oder andere, die fordern, gewaltverherrlichende Spiele müssten endlich verboten werden, verkennen, dass das schon der Fall ist (siehe oben).
Wir sind keine potentiellen Gewaltverbrecher oder Psychopathen
Bei einem Thema wie Jugendschutz und der Verhinderung von Gewalttaten ist es nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich zu wissen, wovon man spricht. Da gibt es Leute, für die alleine schon der Verdacht, Videospiele könnten negative Einflüsse haben, genügt, um Verbote auszusprechen. Ob denen bewusst ist, dass sie damit die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Medienfreiheit mit Füßen treten, darf bezweifelt werden. Nur, was bringt es Spiele zu zensieren und zu verbieten, wenn der Nutzen dieser Restriktionen nicht erwiesen ist, sogar von den meisten Experten in Zweifel gezogen wird?
Wir Fans von Videospielen haben im Hinblick auf Games die Medienkompetenz, die vielen Journalisten, Politikern und leider auch Eltern abgeht. Viele von uns haben selbst Kinder, einige bloggen oder nutzen andere Web2.0-Techniken und nehmen so an der Debatte teil. Wir sind ganz normale Leute und wir sind viele. Wir wollen nicht mehr belogen und in die Nähe von Gewaltverbrechern und Psychopathen gerückt werden. Wir wünschen uns eine offene, auf Fakten basierende Diskussion. Hören Sie auf unsere Stimmen.
Cineasten.de
Gestern bin ich zum ersten Mal “Opfer” einer realen Marketingkampagne geworden.
Von Cineasten.de erhielt ich Post, darin enthalten die nette Aufforderung, doch mal auf deren Webseite vorbeizuschauen und mich dort umzusehen. Wenn es mir gefällt, könnte ich zusätzlich noch einen kleinen Beitrag im Blog verfassen. Als “Bestechung” lag auch gleich noch eine DVD dabei, die zum Glück auch noch gar nicht in meiner Sammlung vorhanden war. Sowas finde ich mal nettes Marketing und komme der Aufforderung doch gerne nach.
(Achtung Nachahmer: Ich blogge auch gerne über Computerspiele, Traumreisen und Luxusautos!)
Laut eigener Auskunft ist Cineasten.de ein Portal für Film- und Heimkino-Begeisterte. Es gibt Rubriken zu Filmen, Stars, Kinos und Heimkino. Dort befinden sich Informationen zu mehr als 13.000 Filmen, 20.000 Personen und über 1000 Heimkinoprodukten. Besonders die letzte Rubrik werde ich mir sicher noch intensiv zu Gemüte führen, läuft doch momentan mein Heimkino-Projekt KinoKeller :-)
Alle Rubriken leben von der Community, d.h. jeder kann nach Anmeldung Kommentare, Rezensionen oder Ergänzungen vornehmen. Wenn Ihr so wollt eine kleine Wikipedia des Films. Weiterhin kann man seine Filmsammlung verwalten, sich und sein Heimkino präsentieren und sich im Forum austauschen.
Alle Filmfreunde sollten auf jeden Fall mal einen Blick auf die Seite werfen, vielleicht findet Ihr ja etwas für Euch passendes dort vor.
An Janis von Cineasten.de nochmal mein Dank für die nette Aufforderung zum Marketing. :-)
Die Welt ist eine Kugel
… und darauf verteilt ganz viele Top-Level-Domains. Wer hier nicht den Überblick verlieren möchte, braucht unbedingt eine Domain-Weltkarte.
Die kann man jetzt ganz einfach und kostenfrei bei united-domains.de abstauben (kostet sonst 29.- €), wenn man bei deren Aktion mitmacht.
Als Belohnung kann man zusätzlich, wenn man dann von der Karte im eigenen Büro noch ein Bild macht, einen Link zurück auf das eigene Blog von der Aktionsseite erhalten. Da mache ich doch gerne mal mit.
(via Sam)
Selbstanzeige
Hiermit verkünde ich öffentlich: Ich spiele gerne Ballerspiele, Egoshooter oder Killerspiele (Nennt es, wie ihr wollt).
So, denn ich kann diese ewige Diskussion, die nun aufbrandet, einfach nicht mehr hören. Wieder einmal fordern Politiker aus allen Reihen, dass nun auch endlich die Killerspiele verboten werden müssen.
Schäuble will ein Verbot virtueller Waffen, lehnt aber gleichzeitig eine Verschärfung des realen Waffengesetzes ab (Tagesschau).
Zeitungen berichten einseitig und beeinflussend. So gestern im Flieger der Preprint des Handelsblattes sinngemäß:
Auf dem PC von Tim K. wurde eine Version des Killerspiels Counterstrike gefunden. Dies war eins der Motive für die Tat.
Der Duden definiert Motiv wie folgt:
Motiv 1. Anlass, Auslöser, [Beweg]grund, Triebfeder, Ursache, Veranlassung; (bildungsspr.): Movens. 2. Leitgedanke, Leitmotiv, Thema.
Ein Spiel als Ursache für eine solch schreckliche Tat? Sorry liebe “Journalisten”, da habt ihr eure Hausaufgaben wohl doch ganz schlecht gemacht.
Ganz klar: Diese Tat war schrecklich und verabscheuenswürdig. Aber die Ursache mal wieder in den Killerspielen zu suchen wäre viel zu einfach.
Denn sonst müsste man mich jetzt ganz einfach präventiv verhaften, oder?
TXL – CGN
Noch mehr Suppe @9000m.
CGN – TXL
Wenig Wattebäuschchen, mehr Suppe.
Pl0gbar Düren #02
Gestern war ich zum ersten Mal auf einer Pl0gbar. Das ist so etwas wie ein Web2.0 Stammtisch im richtigen Leben. Leute, die sich sonst bzw. vorher nur virtuell kannten, treffen sich im RL, um die Person hinter dem Blog, dem Twitterfeed oder was auch immer kennenzulernen.
So trafen sich gestern fünf Web2.0er aus der Region im Brauhaus in Düren. Dabei waren @Ephourita (Sam), @ginaina (Regina), @Neotrix (Patrick) und @kehrseite (Markus).
Da nur ich als einziger Neuling dazukam (leider hatte ich die erste Pl0gbar vor ein paar Wochen verpasst), war die Atmosphäre auch direkt sehr familiär und vertraut. Nach Anfangsproblemen mit dem WLAN und Blender-Steckdosen waren schnell die Macs, Netbooks, iPhones und ein Blackberry auf dem Tisch und verdrahtet. So konnte die lockere Runde parallel im richtigen und virtuellen Leben beginnen.
(Bild via Markus, etwas unscharf, Blackberry halt ;-) )
Weitere Bilder gibt es bei Patrick, nach dem Klick auf das Vorschaubild.
Bei lokal gebrautem (alkoholfreien) Weizen und kleinen Snacks entwickelten sich nette Gespräche nicht nur um web2.0. Trotzdem war es gut, nicht immer Begriffe aus dem Online-Leben erklären zu müssen, sondern mit Gleichgesinnten Erfahrungen auszutauschen. Mein iPhone hat den ständigen Jailbreak-Avancen von Patrick widerstanden und der Abend war sehr nett und unterhaltsam. To be continued …


