Hier ist nur der Automat

Wer erinnert sich noch an den Gag des Schweizer Komikers Emil, in dem er am Telefon vorgibt, nur der Anrufbeantworter zu sein? Damals, als die Anrufbeantworter noch etwas exotisches waren, sehr lustig. Jeder dachte, dass ist ja so offensichtlich, kann mir nicht passieren.

Aber kann uns sowas heutzutage mit unserer neuen Technologie nicht auch jeden Tag passieren? Es gibt viele Beispiele für Automaten und Anrufbeantworter im Computerzeitalter. Der Klassiker ist:

“Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist deshalb ohne Unterschrift gültig”

Zu finden auf vielen computergenerierten Ausdrucken unser lieben Ämter. Hier sollte man immer zweimal schauen, ob alles korrekt ist. Denn die maschinelle Erstellung birgt auch Gefahren, wenn nicht auch mal ein menschliches Auge einen prüfenden Blick auf manche Feststellungen wirft.

Oder der Abwesenheitsassistent beim Emailprogramm:

“Bin derzeit nicht im Hause und kann diese Mail erst am 31.02. wieder lesen.”

Da wir schon so auf diese automatischen Antworten geprägt sind, verwundert auch nicht, dass der kleine Schabernack, den ich heute einer Bekannten spielte, prompt für bare Münze genommen wurde.

Sie schickte mir eine Mail mit einem frechen Bild, auf dem das Vereinswappen meines Fussballvereins mit einem Pleitegeier verunstaltet war. Eine Anspielung auf unsere Heimpleite vom vergangenen Montag. (“Alesia? Ich weiß nicht, wo dieses Alesia liegt!”). Ich schrieb ganz einfach folgende Zeile als Antwort zurück:

This email was scanned and contains inappropriate content. It was deleted before the recipient could read it.

Prompt entwickelte sich per Twitter folgender Dialog:

Sie: hatte dir was via mail geschickt
Ich: und?
Sie: hat nicht funktioniert …. besuche mal
www…..
Ich: *Kunstpause* lol….hat dich mein manueller reply-bot überzeugt? :-D
Sie: du bist richtig BÖSE *pfui*

Ich doch nicht :-)


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