Tivoli – Abschiede

Die Abschiedssaison am Tivoli geht in die heisse Phase. Noch 7 Spiele, dann hat der Aachener Fussball-Kulttempel ausgedient. Ich zitiere aus der Vereinswebseite:

„Regenschauer überm Tivoli…“ so mancher Fangesang hallte in der Vergangenheit schon über den Würselener Wall bis hin zum S-Block und so manches Spiel wurde Dank der Unterstützung tausender Aachener am heimischen Tivoli gewonnen. Aber nicht nur durch die vielen sportlichen Sensationen hat sich das Stadion an der Krefelder Straße in die Herzen der Fans katapultiert. Mehrere Generationen pilgern mittlerweile zu jedem Heimspiel stadtauswärts in die Soers und in der vergangenen Saison zählte der TSV einen Zuschauerschnitt von über 19.000 Besuchern bei 17 Spielen. Damit gehörte der Tivoli zu den meistbesuchten Stadien der 2. Bundesliga.

Nach über 80 Jahren kommt nun der schrittweise Abschied und so langsam mischt sich auch bei mir der Wehmut in den Besuch der letzten Spiele. Meine Tivoli-Taufe fand am 07. Mai 1999 bei einem Spiel in der Regionalliga West gegen Preußen Münster statt. Damals wurde der Grundstein für den Wiederaufstieg in Liga 2 gelegt. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann auch mehr oder weniger regelmäßiger Gast im S-Block und das Tivoli-Fieber hatte mich gepackt. Mittlerweile habe ich schon seit ein paar Jahren eine Dauerkarte und ein Spiel am Tivoli ist doch immer wieder ein Highlight und ein Abtauchen in eine andere Welt.

Unvergessen die Siege gegen Bayern, die Dauerparty im Aufstiegsjahr, die emotionalen Momente im berüchtigten Hexenkessel. Wenn 20.000 Fans “You’ll never walk alone” singen und dabei stolz die Schals hochhalten, laufen auch mir kalte Schauer den Rücken hoch und runter.

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Heute abend wird es vermutlich das letzte Flutlichtspiel am Aachener Tivoli geben. Wieder einmal wird der Tivoli ausverkauft sein und ich werde erneut ganz bewusst diese besondere Atmosphäre eines Montagabendspiels in mich aufnehmen. Zum letzten Mal die Stimmung unter den Flutlichtmasten wirken lassen und die WüWa-Fahne beobachten, wie Sie beim Einlauf der Mannschaften im Abendhimmel flattert.

Und ich werde ein wenig traurig meinen Schal hochhalten, als Ehrerbietung an einen grandiosen, in die Jahre gekommenen Ort …

Ich glaube das kann man nur verstehen, wenn man auch Fussball-Fan ist.


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Kommentare

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Altes geht, Neues kommt. So ist das, irgendwie.
Und irgendwie ist das, was so ein Stadion ausmacht so viel mehr, als die Steine, die es stützen.

Am Ende sind es doch immer die Fans, die die Atmosphäre ausmachen. Von daher: auf ein Neues im neuen Ambiente dann.

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Stimmt schon. Trotzdem wohnt dem Stadion eine gewisse Stimmung inne, die ein “neues” Stadion nicht bieten kann.

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Ach das wird schon :-) Ich stand auch mal wehmütig in der Gegengrade des Millerntors bevor die Südkurve abgerissen wurde, aber eigentlich ist es jetzt besser als zuvor… :-)
Das wird bei euch auch klappen, da bin ich mir sicher!

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