Ausflugstipp – Kommern

Gestern waren wir nach über 10 Jahren noch einmal im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern.

Im Nationalpark Eifel bei Mechernich gelegen, wird dort in derzeit 65 historischen Gebäuden das Leben auf Bauernhöfen, Werkstätten, Wind- und Wassermühlen, Geminschaftsbauten und so fort dargestellt. Man bekommt einen Einblick in das Leben, wie es früher war. Besonders für die Kinder sehr interessant. Weswegen Kommern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen ist.

Doch ich möchte eigentlich gar nicht auf das Freilichtmuseum an sich eingehen, sondern auf die Ausstellungen, die das Rheinische Landesmuseum für Volkskunde dort installiert hat. Zwei davon fand ich gestern besonders beeindruckend:

WirRheinländer – eine Ausstellung über die Geschichte des Rheinlandes von der Besetzung durch die Franzosen im ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Schöne Neue Welt – Rheinländer erobern Amerika – eine Ausstellung über die Auswanderung aus dem Rheinland nach Nordamerika.

In begehbaren, lebensgroßen (und –echten) Dioramen, werden dort Szenen aus der jeweiligen Zeit dargestellt. Man fühlt sich direkt in die Zeit hineinversetzt. Geschickt wird dabei mit Licht und Toneffekten sowie der Szenerie gespielt, die Dargestelltes mit begehbaren Austellungsräumen so verknüpft, dass man einen absolut realen Einblick in die Geschichte erhält. Wenn man gemächlich alleine durch die Ausstellung wandert und versucht, die Szenerie in sich aufzunehmen, erlebt man den Effekt, den man in der Computerspielewelt normalerweise als Immersion bezeichnet. Man taucht richtiggehend ein in die dargestellte Welt.

Wie kann man Geschichte besser begreifen, als wenn man komplett in sie eintaucht?


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