Glücksstöckchen
St.Pauli-Fan Sebastian hat ein Stöckchen für mich liegengelassen. Nachdem ich sein Bilderstöckchen irgendwie total vergessen habe, muß ich natürlich mein schlechtes Gewissen beruhigen und nehme deswegen das Hölzchen mal an mich.
Dabei ist es gar nicht so einfach, das Thema zu behandeln. Seine Fragen lauten:
- Beschreibe, was Glück für dich ist.
- Nenne mindestens drei Dinge, die dich glücklich machen.
Er hat selber versucht, in seinem Blog zu beschreiben, wie man zwischen Freude, Zufriedenheit und Glück differenzieren kann. Dem ist auch fast nichts hinzuzufügen. Auch seine 10 Punkte Liste trifft mich doch in vielen Punkten relativ gut. Deswegen gehe ich einmal auf die wissenschaftliche Seite des Glücks ein.
Wie entsteht Glück?
Entscheidend beteiligt sind Endorphine. Das sind endogene Morphine, vom Körper produziertes Opioid. Also genaugenommen eine legale, selbsterzeugte Droge, die Glücksgefühle auslöst. Dann gibt es noch Dopamin und Serotonin, beides wichtige Neurotransmitter und im Volksmund als sogenannte Glückshormone bezeichnet.
Diese obigen Botenstoffe werden vom Körper bei unterschiedlichen Aktivitäten freigesetzt, so unter anderem beim Sport oder auch der Nahrungsaufnahme. Zusammen mit weiteren biochemischen Reaktionen lösen sie im Körper das Glücksgefühl aus. Sind wir also nichts weiter als von der Biochemie gesteuerte Apparate oder spielen weit mehr Prozesse dabei eine Rolle? Ich weiss es nicht :-)
Nun zur Frage was Glück für mich ist und den Beispielen. Ich picke einfach mal ein paar heraus, ohne diese jetzt in der Reihenfolge oder Intensität gewichtet wissen zu wollen.
Beim Sport empfinde ich Glück. Vielleicht beschreibbar durch einen Lauf durch die herbstliche Natur, in der sogenannten “Goldenen Stunde”, wenn das Sonnenlicht des späten Nachmittags die Umgebung in ein sanftes Licht taucht. Wenn dabei noch ein passendes Lied dazu auf dem MP3-Spieler kommt, dann fliege ich förmlich dahin.
Einen wohligen Schauer erzeugt auch mancher Moment im Fussballstadion. Wenn die Stimmung gut ist und man zusammen mit tausenden anderen entsprechende Lieder anstimmt, dann kann ich mich total entspannen und vergesse alles andere ausserhalb des Stadions. Auch das ist Glück.
Das größte Glück, was man vielleicht zu selten würdigt, sind die Selbstverständlichkeiten, die eigentlich keine sind. Also zum Beispiel die eigenen Kinder aufwachsen sehen und mitzuerleben, wie diese glücklich sind.
Nun werfe ich das Stöckchen mal gaaaanz hoch in die Luft und vielleicht fängt es ja jemand auf, der über seine Glücksmomente berichten möchte.
Wenn du den biochemischen Prozess schon ansprichst: Beim Sport werden ja ab einer gewissen Stufe soweit ich weiß aus eifrig Dopamine ausgeschüttet, also sozusagen fast physisch motiviertes Glück. Ich muß wieder mehr laufen gehen ;-)
*spring* *schnapp* :-) *grinz* gefangen …
@Curi0us: unter anderem deswegen tue ich es ;)
@mompl: Du bekommst Übung im Fangen. Fällt gar nichts mehr runter :-)