Projekt4242 – noch 5 Wochen
Es wird ernst. Wenn ich mir den Titel dieses Blogeintrags so anschaue, klingt das schon bedrohlicher als Woche 15/20, oder? Aber was sag’ ich bedrohlich, ich freue mich drauf. Trotzdem wird mir langsam bewusst, dass es bald soweit ist.
Gestern lief ich mit A. erneut eine lange Strecke. Diesmal waren es knapp 3 Stunden und fast 28 Kilometer. Start war zur sehr unchristlichen Samstagszeit von 7:20 Uhr, aber aufgrund des zurückgekehrten Hochsommers war das keine Minute zu früh. Liefen wir zuerst noch durch nebelverhangene Felder (der Herbst steht unvermeidbar vor der Tür), so kam doch bald die Sonne heraus und brutzelte die Feuchtigkeit über den Feldern schnell weg.
Glücklicherweise habe ich diesmal auch an das Abkleben neuralgischer Stellen gedacht, dass ich nicht wieder blutüberströmt (Achtung: Übertreibung) herumlaufen musste. Aber was soll ich sagen? Die eine Seite hielt ganze 4, die zweite ganze 13 Kilometer, dann hatte die Bewegung verbunden mit dem Fell ein übriges geleistet. Dabei hatte ich wirklich gewissenhaft mit je zwei überkreuzten Pflastern geklebt. Ich glaube, da muss ich beim Wettkampf doch drastischere Maßnahmen ergreifen :-/.
Der August war damit endlich auch mal wieder ein Monat, der ein Pensum von über 200 Kilometern aufwies. Das hatte ich seit Februar nicht mehr. Dies wird sich aber im September sicher nicht wiederholen, weil ja irgendwann die Phase des von Läufern so gehassten Tapering kommen wird, in welcher der Trainingsumfang sehr zurückgefahren wird.
Und nach dem Marathon? Es gibt Stimmen die sagen, nach dem Lauf braucht der Körper so viele Tage Ruhe, wie der Lauf in Meilen lang war. Das wären also dann 26 Ruhetage. Auf jeden Fall Tage mit deutlich verminderter Trainingsintensität bzw. -umfang. Aber der nächste Event steht ja schon hinter dem Horizont in Lauerstellung.
Aber davon in sechs Wochen mehr …
Hmm, was sind deine neuralgischen Stellen? Die Brustwarzen?
Ich hatte damit auch Probleme, habe diese jedoch dank hervorragender, seidenweicher und seidenglatter ASICS-Shirts und ‘ner großen Portion Melkfett in den Griff bekommen. Falsches Laufshirt und kein Melkfett läßt mich schon bluten. Und das ist gewiss keine Übertreibung.
Ja, genauso geht es mir auch. Melkfett reicht nicht. Auch weiches Nike-Markenlaufshirt tats nicht. Spätestens nach 10km wird gelb zu rot und es schaut von aussen echt brutal aus :).
Also werde ich wohl rasieren und kleben. Vielleicht reicht es wenigstens für die ersten 20km …
Hmm, klingt ja übel! Gute Erfahrungen habe ich übrigens auch mit hautengen Shirts gemacht. Wo nichts schlappert, reibt auch nichts.