Grillanzünder

Endlich wieder Grillsaison. Aber wer kennt nicht das Problem, die Briketts so richtig schön durchgeglüht zu bekommen? Das Timing mit dem Nudelsalat und den Baguettes im Ofen passend zur ersten fertigen Grillwurst? Den quengelnden Gästen Kindern im Hintergrund sagen zu können, wann es soweit ist, bis die Marshmallows über den Grill gehalten werden können?

Bisher habe ich mich immer mehr oder weniger erfolgreich mit dem fachgerechten Anglühen des Grills beschäftigt, aber so richtig erfolgreich war keine der Methoden. Ich hatte wirklich schon alles durch: Grillanzünder (fest, flüssig, Chemie, Natur), Holzspalte, Kaminholz, Papier, Brandbeschleuniger, Spiritus. Been there – done that.

Jedoch so richtig glücklich war ich mit keiner der Methoden. Dauerte entweder zu lange, ging immer wieder aus oder stank fürchterlich. Meist war es zum Schluß so frustrierend, dass man das Grillgut schon auf den Rost legte, bevor die Kohlen richtig durchgeglüht waren. Ja, ich weiß, es gibt Menschen, die sowas perfekt können. Aber in Ermangelung dieses schwarzen Daumens gehöre ich persönlich nicht dazu.

Bis gestern. Da fand ich nämlich das ultimative Hilfsmittel für meine Pobleme. Sieht aus wie ein Ofenrohr mit Griff, ist unten mit Luftlöchern versehen und hat auf Drittelhöhe eine Art Lochblech. Oben kommen die Briketts hinein (es passen ca. 1.5kg rein) und unten stopft man es mit Papier aus. Vielleicht noch zwei Kokos-Grillanzünder unten rein und dann in jedes Luftloch kurz das Feuerzeug gehalten  und angefeuert.
Das Papier brennt, durch den Kamineffekt glühen die Briketts durch und nach gut 20 Minuten kippt man das Ergebnis in die Grillschale und legt das Grillgut auf den Rost. Genial einfach und idiotensicher auch für mich zu bedienen.

Ich habe das ganze hier auch mal fotografisch dokumentiert, dann kann man es sich besser vorstellen:

On your marksReady

Set Ergebnis

Go!


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[...] Da ich dem von Dirk gestern Abend schon bei Twitter angekündigten Artikel über den “optimalen Grillanzünder” nicht zuvorkommen wollte, habe ich noch bis jetzt mit dem Veröffentlichen [...]

[...] bei uns zum ersten Mal in diesem Jahr draußen gegrillt. Und damit nix schief geht, haben wir uns die gleiche Gerätschaft wie Dirk [...]

[...] mit Griff, um die Kohle vor der Nutzung durchglühen bzw. richtig anbrennen zu können. So etwa: http://www.dhaunsch.com/2008/04/27/grillanznder/ [...]


Kommentare

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wir haben gestern auch “angegrillt”. natürlich hatten wir nicht so ein cooles ofenrohr mit griff. mit nem heißluftfön gings aber auch.

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Stimmt, der fehlte in der Aufzählung. Hatte ich aber auch schon probiert :)

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So nen Anzündkamin muss ich auch mal ausprobieren. Mir rutscht ein Teil der Kohle immer von der Heizwendel runter…

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So ein Teil wollte ich auch immer mal ausprobieren. Muss mal dran denken eins zu kaufen, wenn ich es irgendwo sehe. Mein liebster Brandbeschleuniger ist ein Kärcher Staubsauger mit Schubumkehr.

Viele Grüße aus Hamburg
Patrick

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@Patrick: Den gab’s bei den Brüdern Albrecht ganz günstig.

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@Dirk: Gibt’s den immer noch oder ist das schon länger her?

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Wenn ich das Teil irgendwie mit meinem Kärcher Sauger koppeln kann, dann geht glaub ich richtig die Post ab ;-) Aber Zeit fürs Bier muss trotzdem noch bleiben.

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@Matthias: Samstag!

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Gratuliere! Das Teil nutze ich seit letztem Jahr. Etliche Versuche mit Heißluftfön, Gasbrenner, diversen Anzündern, … haben mich Nerven gekostet.
Mit diesem “Kamin” geht es jedoch sowas von entspannt. Auffüllen, Papier drunter, anzünden, Bier trinken, grillen.

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@tAXMAN: Besser kann man es nicht beschreiben. Auffüllen, Papier drunter, anzünden, Bier trinken, grillen.

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Bewährt haben sich leere Eierkartons. Diese einfach mit Grillkohle auffüllen, zuklappen und dann anzünden. Damit hat man sehr schnell ein schönes Feuer und spart das Geld für handelsübliche Brandbeschleuniger.

Gruss
Klaus

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Ich schwöre auf eine Kombination aus richtigem Grill und Heissluftfön. Mit “richtigem Grill” meine ich einen mit ordentlich Durchzug, die haben noch ein Rost auf das man die Kohle legt und eine Öffnung in der Mitte der Grillschale darunter. Dadurch wird die Kohle von unten immer mit ordentlich Frischluft versorgt und brennt wie die Hölle. Da ist die Kohle in wenigen Minuten durchgeglüht und man könnte Hufeisen darin schmieden – man muss dann allerdings schnell beim Grillen sein, sonst hat man auch auf dem oberen Rost nur noch Kohle liegen :D

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Bin jetzt auf der Suche nach Kokos-Grillanzündern auf diese Seite gestoßen, daher jetzt auch der Kommentar obwohl der Beitrag schon zwei Jahre alt ist. ;-)

Es gibt wohl fast keine bessere Methode einen Grill anzuzünden wie die des Anzündkamins. Fast! :-) Ich empfehle euch einmal die Chilenische Anzündmethode zu probieren, ohne Hilfsmittel (außer Papier) schafft man hier innerhalb weniger Minuten eine sehr gute Glut!

Viele Grüße und einen schönen Grillsommer,
markus

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