Bericht Winterlauf 2007
Nachdem um 7 Uhr der Wecker geklingelt hatte, galt der erste Blick dem Thermometer. Minus 2 Grad, das schaut gut doch aus. Dazu ein klarer Himmel, das kann gar nicht besser werden. Noch eben ein leichtes Frühstück und dann langsam fertigmachen. Gegen 09:15 Uhr waren wir nach aufwendigerer Parkplatzsuche dann am Ziel (noch nicht am Start, siehe Bild). Mittlerweile zeigte das Autothermometer -5 Grad an. Entsprechend dick verpackt nahmen wir einen der letzten Busse zum Start, den wir dann gegen 10:20 Uhr erreichten.
Dort galt es noch eine Weile gegen die Kälte anzukämpfen, ein paar Aufwärmrunden zu drehen und dann pünktlich um 11 Uhr den Startschuss zu erwarten. Ein Pulk von 2500 2850 2126 Läufern setzte sich auf der Landstraße in Bewegung, entsprechend langsam ging es deshalb in unserem Startbereich vorwärts. Es dauerte knapp zwei Minuten, bis wir die Startlinie überquerten. Dort konnte ich dann auch die eigene Zeitmessung starten, schließlich möchte ich doch meine Nettozeit ermitteln und nicht noch das Warten davor auf dem Konto haben.
Wie verabredet liefen Alf und ich die ersten beiden Kilometer gemeinsam, um nicht zu schnell ins Rennen zu gehen. Die Strecke des Winterlaufs ist dazu eigentlich ideal, erst bewegt man sich ca. einen Kilometer gerade, kann die Steifheit der Knochen abschütteln. Danach schließt sich eine Steigung bis zu Kilometer 2 an, bei der man dann richtig auf “Betriebstemperatur” kommt.
Oben angekommen ein letztes Händeschütteln und Wünsche für gutes Gelingen und ich setzte mich nach vorne in Bewegung. Teilweise musste ich ein wenig abseits des Weges laufen, um Läufergrüppchen zu überholen. So passierte es dann auch, dass ich nach knapp 3 Kilometern auf einem hartgefrorenen Stück Matsch mit meinen Fuß übel umknickte. Mist, das war es dann wohl, dachte ich zuerst. Mein Knie hält und dafür schaffe ich es, mir gleich zu Beginn den Fuß zu verknacken. Die nächsten Meter nahm ich deswegen das Tempo zurück und horchte auf die Signale, die mein Knöchel mir sendete. Zum Glück konnte ich aufatmen, denn die Beschwerden klangen relativ schnell ab (dafür humpele ich jetzt, nach dem Lauf ziemlich herum. Ich hoffe, das gibt sich die nächsten Tage wieder).
An der Strecke war schon relativ viel los, in Wohngebieten feuerten uns die Anwohner mit lautem Klatschen und Krachmachern an. (”Ab jetzt geht es 4 Kilometer nur bergab”).
Die Strecke selbst ist sehr abwechslungsreich: Waldgebiete, Feldwege, Wohngebiete und Straßen wechseln sich ab. Das Wetter war wie gesagt absolut ideal und traumhaft. Die Feldwege waren zum Glück durch die Minusgrade festgefroren, sonst wäre es sicher die ein oder andere Matsch-Schlacht geworden. Nach ein paar Kilometern wurde es dann auch ziemlich warm, für den Lauf selber war ich vermutlich ein bischen zu dick eingepackt. Das nächste Mal nehme ich den Sporttaschentransportservice in Anspruch, der genau dafür eingerichtet wurde.
Generell kann man die Organisation der Veranstaltung nur loben. Seit Jahren wird hier ein Laufevent in der Region veranstaltet, der unter den Läufern als Highlight und krönender Abschluss des Jahres gilt. Dementsprechend vielfältig war auch das Stimmengewirr unter den Läufern (Belgier, Holländer, Deutsche, Kölner, …).
(Klick auf das Bild => Höhenprofil, Pace). Der Geschwindigkeitseinbruch in der Mitte ist übrigens die Verpflegungsstation (Tee) ;-)
Wie man auf dem Profil sieht, gibt es aber nicht nur Strecken, die bergab führen. Schmerzhaft sind auch die immer wieder zu meisternden Steigungen auf der Route. So hatte ich das aus 2004 gar nicht mehr in Erinnerung.
Der Forerunner leistete auf der Strecke sehr gute Dienste. Der Empfang war einwandfrei, keine Aussetzer. Dadurch, dass man doch ab und zu bremsen und beschleunigen musste, um Läufer zu überholen, war es gut, mit einem Blick die Durchschnittsgeschwindigkeit im Auge zu haben. Ich hatte mir die Anzeigen entsprechend konfiguriert und hatte so alle lebenswichtigen :-) Parameter jederzeit unter Kontrolle. Die Kilometerabschnitte am Wegrand standen zwar nicht immer im richtigen Abstand (sagte mir zumindest mein GPS), aber anhand der Kilometerzeiten konnte ich gut abschätzen wie ich unterwegs war. Die Genauigkeit der Streckenmessung ist auch sehr gut, mit gemessenen 18,12 km liegt der Forerunner doch ziemlich nah an den offiziellen 18,1 km :).
Zum Schluss lief ich dann mit handgestoppten 1:39:57 im Ziel ein. Meine Marke von 1:45:00 von 2004 habe ich damit unterboten! Das ist Platz 1052 (von 1563) bei den Männern, Platz 245 (von 350) in der Klasse M40.
Kurz nach mir kam auch Alf ins Ziel, herzlichen Glückwunsch hier noch einmal an ihn und vielen Dank für die gemeinsame Vorbereitungszeit!
So sehen Sieger aus! *g*
Die Gesamtstrecke seht Ihr hier:
(oder in Eurem Google Earth mit diesem KML-File)
Mein üblicher Kopfschmerzanfall nach Läufen dieser Art blieb diesmal aus. Hätte mich auch gewundert, ein Zuckerschock wäre wahrscheinlicher gewesen, da ich seit Start und nach dem Ziel regelmäßig Traubenzucker eingeworfen habe. Im Summe waren das glaube ich 4-5 dieser D*xtro En*rgy Würfel. (Nachtrag: blieb nur fast aus …. :( )
Nun bleibt mir für dieses Jahr nur noch ein Ziel: Die sub50 beim Silvesterlauf.
Herzlichen Glückwunsch, dass du dein Ziel unterboten hast.
Ist der Silvesterlauf auch 18 km lang?
Glückwunsch auch von mir. Trotz Knie und Knöchel die Bestzeit unterboten, Respekt.
Die Kopfschmerzen nach dem Laufen kenn ich auch ;-)
@AnJu: Danke, schön, dass es nicht nur mir manchmal so geht.
@Matthias: Danke, aber bei 18km/sub50 (also maximal 49:59) würde ich mir ein wenig viel vornehmen :-). Nein, das ist ein ganz “normaler” 10km Lauf.
Meinen allerherzlichsten Glühstrumpf … also ehrlich du bist wirklich MR. Konsequent, du hast wirklich fast alle Ziele die du dir gesteckt hattest erreicht :-) *wowww* meine Anerkennung hast du, du Lauf-Junkie *hihi*
von mir auch gratulation, aus ganzem herzen. du kannst stolz auf dich sein. und überleg mal, du hast 500 männer überholt! wahnsinn.
@mompl: Danke, nun aber ab zum Training, Du hast Dir was vorgenommen ;)
@deeli: … und 207 Frauen sind mir entkommen *g*
@dirkie *hehe* genau das hab ich, letzte woche war ich schon zweimal und heute gehts wieder hin … manchmal schaffe sogar ich das konsequent zu sein *lach*
18km / sub 50 entspräche ja in etwa dem neuen Marathon Weltrekord, oder? Also vom Tempo, kann man natürlich nicht vergleichen, da man ja auf 18km anders läuft, als auf 42.
An dieser Stelle muss ich Danke sagen. Ohne dein liebes Zutun wäre ich nie auf die Idee gekommen einen solchen Lauf mitzumachen.
Das Laufen mit dir aus der Abspeckidee wurde dann immer mehr Training mit viel Freunde und Spaß. Mittlerweile nutze ich unser Laufen zum Stressabbau nach der Arbeit - klappt hervorragend.
Nochmals herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung von gestern und vielen Dank für die gemeinsame Vorbereitungszeit!