Blogwichteln – Der Gastbeitrag

Tusch!!!

Gerade eben ist er reingeflattert, mein Gastbeitrag für dem Hollemann seine Blogwichtelaktion 2007. Die Regeln besagen, dass er am 03.12. veröffentlicht werden soll. Und wenn es nun sauber geklappt hat ist seit heute, 00:01 Uhr dieser Beitrag online.

Dem – noch unbekannten – Wichtel auf jeden Fall schon einmal herzlichen Dank für ihre/seine Mühe und den netten Beitrag. Nun geht’s aber los:

—–schnipp—-

Ich bin ein Blogwichtel. Ein richtiger Wichtel. Ich war noch nie ein
Wichtel.
Aber ich muss sagen, so einfach ist das gar nicht, Wichtel sein und
Fremdeinträge für anderer Leute Blogs zu schreiben. Denn irgendwie
möchte man natürlich _den_ Eintrag des Jahres schreiben, den des
Jahrhunderts, auf das er auf unvergessen bleibt. Aber bitte, zum Blog
sollte er auch noch passen. Zumindest ein bißchen.
Naja. Vielleicht schreib ich lieber einfach mal einen Eintrag. Ohne
Erwartungen.

Es ist ja bald Weihnachten und ich muss sagen, man hat als Fotograf
besonders vor Weihnachten recht viel zu tun.
Zuallererst ist es so, dass man direkt verloren hätte, wenn man am
Telefon Fragen nach Engelsflügeln und Weihnachtsmützen mit "Hamwa nüsch"
beantworten würde. Welche Oma freut sich schließlich nicht über Fotos
von kleinen Babys, die mit Engelsflügeln einfach mal in dicke, kleine
Putten verwandelt werden. Ich habe in den letzen Wochen keine kennengelernt.
Und ohne Mützen geht ja gar nichts. Mensch, was würde die Familie
denken, wenn es sich um ein einfaches, gar schnödes Familienfoto handeln
würde. "Wo sind die Mützen" würden sie fragen! Ganz harte besorgen sich
von H&M den kompletten Weihnachtsanzug. Auf das einen die
Weihnachtsstimmung aus dem Foto anspringt, egal wie unglücklich das
Kleine schaut.

Auch immer wieder überrascht bin ich über die Blauäugigkeit der
Terminsuchenden…"Wie jetzt, ihr seid schon ausgebucht? Es ist doch
erst der 30. November" Kaum einer glaubt, dass es noch ca. 23843949
andere Familien, Schwangere und Pärchen gibt, die genau die gleiche Idee
hatten "Wir hatten keine andere Idee, da dachten wir, wir machen Fotos."
Ja, mensch, super liebe Jaqueline, vielleicht nochmal nächstes Jahr?
"Naja, wir könnten auch Sonntags." Klar, wir eigentlich auch. Ich finde,
eine sieben Tage Woche vor Weihnachten wäre echt angebracht.

Andere kommen einfach gleich vorbei.
Sie: "Wir hätten gern ein paar Fotos von uns."
Ich: "Klar, kein Problem, machen wir einen Termin."
Sie: "Wie jetzt? Man braucht einen Termin?"
(Als sie reinkam, staute es sich quasi am Eingang, Fotoabholer, der
nächste Termin im Anmarsch, der letzte Termin am gehen. Aber wie man
braucht einen Termin?)

Aber wir sind ja nicht so. Wir führen einfach eine Warteliste.
Eine recht lange Warteliste.
Für Einspringer.
Das sind Familien/Pärchen/etc. , die ganz spontan vorbeikommen würden,
hätten wir eine Terminabsage.

Die Shootings sind für manche Familien natürlich gar nicht einfach. Denn
wenn das Kind nicht das tut was man sagt, mein Gott, was das dann wohl
für Fotos werden. "Mensch, Hans-Jürgen, jetzt komm aber mal her und setz
dir die Weihnachtsmütze auf! Oma wird sonst ganz enttäuscht sein und Opa
kriegt wieder einen Schlaganfall." Oft ist es so, dass Eltern ganz gern
ihre Kinder zwingen würden, dies und das zu tun, obwohl man hinter der
Kamera schon längst gemerkt hat: Hans-Jürgen will aber lieber mit dem
LKW spielen.
Das die Fotos nur verkrampft wirken, bei gestressten Eltern und
gezwungenen Kindern…nun ja, Omas scheinen das gar nicht so recht zu
erkennen. Hauptsache der ganze Kopf ist drauf.

Auch die Liste der zu bearbeitenden Fotos ist lang. Etwa 100
Fotoshootings warten derzeit auf Bearbeitung und Absegnung. Jeden Tag
kommen etwa sieben dazu. Wenn man Zeit hat, schafft man etwa drei pro
Tag. Und am 21.12 ist Schicht im Schacht. Bis dahin müssen sie alle
fertig sein. Die Torben-Putten, Frederike-Schwangerenfotos und
LutzundDana-Pärchen-fürOma-Fotos. Und wir machen uns ran. Nicht damit es
unterm Weihnachtsbaum dann Tränen gibt.

Auf ein fröhliches Fest.


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[...] dhaunsch [...]

[...] zwei Jahren habe ich ja schon einmal beim Blogwichteln [...]


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