Gesetz der Drei
Habt Ihr das auch schon einmal bemerkt? Auf ansonsten schwach frequentierten Feldwegen und Laufstrecken kommt, es häufiger als durch die Statistik zu erwarten, zu Massenbegegnungen.
Dieses Effekt beobachte ich nun schon seit mehreren Monaten. Immer öfter, wenn ich beim Laufen in die Verlegenheit komme, an Spaziergängern, Hundehaltern oder anderen Läufern vorbeizuziehen, kommt mir just in diesem Moment noch ein weiterer Beteiligter entgegen. Sei es ein Radfahrer oder zusätzliche Spaziergänger und Läufer.
Diese Begegnung ist fast immer so getimed, dass sich alle Beteiligten genau an einem Ort treffen und es so zu wilden Ausweichmanövern kommen muss, weil der Platz auf dem schmalen Feldweg nicht ausreichend für alle Personen ist. Erschwerend gibt es leider Zeitgenossen, die sich in diesem Falle (übrigens auch bei “Zweierbegegnungen”), einen Dreck darum scheren, wie man dem Zusammenstoss sanft und reibungslos entgehen könnte. Sie laufen unbeirrt weiter, gerne laut schwatzend nebeneinander und Kinderwagen schiebend. So geschehen letztlich als ich - zugegebenermaßen mit überhöhter Geschwindigkeit, weil steil bergab :-) - die Wahl hatte, entweder ein Kleinkind, einen 30cm hohen Tutnix oder Sträucher im “Strassengraben” plattzutrampeln.
Und was hast Du plattgetrampelt? ;-)
Könnte aber auch ein Phänomen der selektiven Wahrnehmung sein. Wenn Du jemanden problemlos überholst, dann hast Du es ja sofort wieder vergessen. Das ist wie die Bahnschranke, die immer zu ist, wenn man davor steht und es eilig hat.
Beim Radfahren wesentlich einfacher: Auf zwei Meter ranfahren, dann Hinterrad blockieren lassen. Wenn dann noch keiner vor Schreck zur Seite gesprungen ist, einfach über den Grünstreifen möglichst knapp vorbeiziehen. :D
Aber meistens hilft auch ein “PLATZ!”, “ACHTUNG!” oder ein lautes Husten. Und ein Danke kommt meistens auch noch hinterher. :)